TERMINE

Hier finden Sie Aktuelles zu besonderen Ereignissen in Gärten oder Parks, die eine Anreise wert sind. Sie erhalten Hinweise zu außergewöhnlichen Festen in Gärten und Parks, ebenso wie zu Ausstellungen zum Thema „Gärten“.  vonREISENundGAERTEN filtert aus der Fülle von Veranstaltungshinweisen einige empfehlenswerte heraus, um Sie vorab zu informieren.

 

TERMIN-TIPP: Ausstellung „Japanische Gärten in Deutschland“


WANN: 
12.10.2018 – 13.01.2019

WAS: Ausstellung und Park

WO: Düsseldorf – Museum für Gartenkunst der Stiftung Schloss und Park Benrath

WIE: Japanische Gärten haben in Deutschland längst Fuß gefasst und sogar eine erstaunliche Karriere hinter sich. Es gibt weit über 50 öffentliche Gärten dieser Art und noch deutlich mehr private Anlagen. Die Ausstellung beleuchtet die Hintergründe dieser Mode, reflektiert die Entwicklungsgeschichte und beantwortet, auch augenzwinkernd, die Frage nach der Authentizität.

Geschichte der Japanischen Gärten in Deutschland
Die Geschichte reicht vom ersten Garten 1904 in Düsseldorf über viele Beispiele auf (Garten-)Ausstellungen und in Museen wie im Kunstmuseum Wolfsburg bis hin zu ehemals privaten und jetzt öffentlichen Gärten wie in Leverkusen. Die Anlagen lassen sich nicht einfach auf eine Reaktion auf japanische Vorbilder reduzieren. Vielmehr sollten sie auch eine Idee von dem scheinbar so exotischen Land Japan insgesamt geben und spiegelten natürlich die Vorlieben und Vorstellungen ihrer jeweiligen Auftraggeber und Gestalter wider.

Popkulturelle Verarbeitung der Japanischen Gärten in Deutschland
Daneben widmet sich die Ausstellung aber auch der breiten popkulturellen Verarbeitung des Themas. So gab es Ende des 19. Jahrhunderts Japanische Gärten als Papiertheaterszenarien für Kinder, während man heute Brett- oder iPad-Spiele findet, die Zen-Gärten als Grundlage für ein spannendes Logikrätsel nutzen. Am Ende wird deutlich, dass die Frage der Authentizität zurücktreten kann (und sollte) hinter die reiche und spannende Geschichte der Auseinandersetzung mit dem Fremden. Japanische Gärten in Deutschland sind nicht so faszinierend, weil sie Japan möglichst originalgetreu wiedergeben, sondern weil sie eine eigene aufschlussreiche Geschichte und Ästhetik besitzen.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Museum für Gartenkunst der Stiftung Schloss und Park Benrath, dem Institut für Modernes Japan der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. (Text Stiftung Schloss und Park Benrath)

BESONDERES: Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit Vorträgen zum Thema.

INFO:  www.schloss-benrath.de

Lesen Sie auch über den spirituellen Garten der Kartause von Ittingen in der Schweiz in vonREISENundGAERTEN!


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TERMIN-TIPP: Ausstellung “Floraphilia – Pflanzen als Archive“


WAS:
Ausstellung

WANN:  14.9. – 18.11.2018

WO: Köln – Akademie der Künste der Welt

WIE: Bei genauer Betrachtung der Geschichte der Menschheit stellen wir fest, dass verschiedene Pflanzen das menschliche Leben in großem Maße beeinflusst haben. Opium, Baumwolle, Kaffee, Zuckerrohr, Cinchona, Kautschuk und viele andere Pflanzen formen, jede auf ihre eigene Art, einzigartige organische Archive sozialer, wirtschaftlicher und politischer Prozesse.

Besonders in der Geschichte des europäischen Kolonialismus haben Pflanzen eine entscheidende Rolle gespielt. Ihr Transport aus den und in die Kolonien war Quell von großem finanziellem Profit. Die Kolonien dienten als perfekte Orte, um tropische Pflanzen heranzuziehen, die in einem europäischen Klima nicht wachsen konnten. Sie halfen, Märkte zu etablieren, während die Kolonisatoren von der Monopolisierung des Handels, der Einführung von Importsteuern und der Lizenzierung von Exporten profitierten.

Die Botanik als Wissenschaft und botanische Gärten als Orte, an denen dieselbe blühte, waren essentiell für die koloniale Ausübung militärischer Macht. Botanische Gärten ermöglichten das Sammeln von Pflanzen und ihre Erforschung, Vermehrung und Transformation und machten sie zu wichtigen Werkzeugen der kolonialen Aneignung. Botaniker untersuchten die Notizen von Händlern, von denen sie später Samen und Exemplare erhielten. Sie schickten ihre Schüler in weite Teile der Welt, um Pflanzen zu sammeln. Carl Linnaeus, ein im achtzehnten Jahrhundert lebender Schwede, schickte etwa zwanzig. Unterstützt wurden sie dabei von den europäischen Monarchen – zwischen 1760 und 1808 entsandte der spanische König 57 Expeditionen zur Erforschung der Flora der spanischen Kolonien.

Die Ausstellung Floraphilia. Plants as Archives soll die sozialen und politischen Aspekte der Geschichte der Pflanzen, der Botanik und des botanischen Gartens beleuchten. Die künstlerischen Arbeiten in der Ausstellung thematisieren in unterschiedlicher Weise die Vereinnahmung von Pflanzen in der Kolonialgeschichte und in der Geschichte im Allgemeinen sowie ihre ökonomischen, feministischen und Migrationskontexte. Sie ermutigen uns, die gemeingültige Vorstellung von der Pflanze als mechanistisches Ding, das nur auf einfache Reize reagiert, abzulehnen und führen uns zu einer Perspektive, die die signifikante Kontinuität zwischen Menschen und Pflanzen hervorhebt; Pflanzen, die – dynamisch, atmend und wachsend – Intentionalität und sogar Erinnerung besitzen.

Einen wichtigen Teil der Ausstellung stellen Kopien von Archivalien dar, die in Institutionen in Köln, wie dem Stadtarchiv und der Universitätsbibliothek Köln, und darüber hinaus gefunden wurden. Sie sollen dabei helfen, den kolonialen Hintergrund von Pflanzensammlungen in der Stadt und der Region zu erforschen.

Mit der Ausstellung wird das zweijährige Projekt „Floraphilia – Über die Verflechtungen von Pflanzenwelt, Botanik und Kolonialismus“ eröffnet.
Im Jahr 2019 wird Floraphilia bei folgenden Partnerinstitutionen zu sehen sein: SAVVY Contemporary in Berlin, Council in Paris, La Loge in Brüssel und Bunkier Sztuki Gallery of Contemporary Art in Krakau. (Pressetext des Veranstalters)

INFO: www.academycologne.org

TIPP-LITERATUR: Wer unabhängig von dieser Ausstellung mehr über deutsche Pflanzensammler in fernen Welten der Vergangenheit erfahren möchte, sollte das Buch „Pflanzenjäger“ lesen. Die beiden Autorinnen erzählen dort kenntnisreich von der mühsamen und aufregenden Pflanzensuche bedeutender „Pflanzenpiraten“ vom 17. bis zum 20. Jahrhundert wie Adelbert von Chamisso, Philipp Franz von Siebold und Georg Schweinfurth. Die Botanikfans brachten viele exotische Pflanzen mit, die später in europäischen Gewächshäusern und Wintergärten blühten. So schaffte allein Alexander von Humboldt mehr als 6.000 Pflanzen von Mittel- und Südamerika nach Europa.

Pflanzenjäger: In fernen Welten auf der Suche nach dem Paradies

Kej Hielscher, Renate Hücking
Piper-Verlag, 2007
ISBN 978-3-492-24163-2
Buch bestellen:

Lesen Sie auch über die Pflanzenretter im Arche Noah Garten in Niederösterreich in vonREISENundGAERTEN!


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TIPP: Ausstellung “Der Garten in der Kunst – Die Kunst im Garten“


WAS:
Ausstellung

WANN:  12.6. – 4.11.2018

WO:  Würzburg – Museum für Franken, Staatliches Museum für Kunst- und Kulturgeschichte

WIE: Gärten werden von jeher nicht nur zur Zucht von Gehölzen, Blumen, Obst und Gemüse, sondern auch zur Erbauung angelegt. Im Garten vereinen sich die produktiven Kräfte von Natur und Mensch. Vegetabiles Wachstum und künstlerische Gestaltung verschmelzen zu verschiedenen Gartenformen, die vom kleinen, ummauerten Privatgarten, zum geometrisch angelegten Garten mit eingefassten Bereichen bis hin zur künstlerisch angelegten Landschaft reichen.

Der Sehnsuchtsort Garten wird als Paradies, als Sitz der Götter, als ländliche Idylle, als Ort des Rückzugs und der Gefühle verstanden. Die verschiedenen Gartengestaltungen führen den sich wandelnden Zeitgeist und Geschmack vor Augen. Außerdem geben sie Auskunft über den Umgang des Menschen mit der Natur und den Stellenwert, den er ihr einräumt.

In den Sammlungen des Museums für Franken finden sich zahlreiche Werke, die das wechselvolle Verhältnis von Mensch und Natur vor Augen führen. In der Kunst begegnen sich die beiden – und stets bleibt der Mensch in der in der Hoffnung zurück, ebenso hervorbringend wie die Natur zu sein.

Anlässlich der Landesgartenschau in Würzburg widmen sich sieben in den Museumsrundgang integrierte „Pavillons“ den Themen „Götter im Garten“, „Entdeckung der Landschaft“, „Paradies-Garten“, „Kunst und Natur“, „Adam Friedrich von Seinsheim als Garten-Fanatiker“, „Die Ländliche Idylle“, „Der Garten als romantischer Ort“. Zudem werden im Sonderausstellungsraum herrliche Fayencen rund um das Thema Garten und Pflanzen ausgestellt sein. So verschmelzen „Garten und Kunst“: Die Menschen bannten ihre Sehnsucht in Kunstwerke, an deren Schönheit wir uns noch heute erfreuen können. (Pressetext des Veranstalters)

INFO: http://museum-franken.de

LITERATUR-TIPP: Wer sich in den Gärten Bayerns umsehen möchte, kann sich mit Hilfe dieses gebundenen Gartenbuches einen ersten Überblick über besuchenswerte Gärten und Parks verschaffen: Sabine von Süsskind, Gärten und Parks in Bayern, 2015, L&H Verlag, ISBN 978-3-939-62926-9

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LESEN SIE AUCH das Interview mit dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Hermann Parzinger in vonREISENundGAERTEN: INTERVIEW: Kulturmanager Hermann Parzinger


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TERMIN-TIPP: Ausstellung „ABC des Reisens“


WAS:
Ausstellung

WANN:  20.9. 2018 – 6.1.2019

WO: Berlin – Kunstbibliothek im Kulturforum

WIE:  Die Schau dreht sich um das Thema „Reise“ – ein zentrales Motiv in Literatur und Kunst. 250 ausgewählte Exponate aus den Sammlungen Architektur, Buchkunst, Fotografie, Grafikdesign und Modebild stellen ein faszinierendes Reise-Panorama vor: von mittelalterlichen Pilgerreisen über humanistische Grand Tours, Voyages Pittoresques des 17. und 18. Jahrhunderts und Expeditionen im Kolonialzeitalter bis zum plakativ beworbenen Massentourismus des 20. Jahrhunderts. Die Objekte zeigen die Aktualität des Themas im Brennpunkt zwischen Globalisierung, Luxusdebatten und Diskurs über das Fremde.

Ausstellungsplakat

Die Ausstellung präsentiert sich als ein „ABC des Reisens“ – von A wie Album bis Z wie Ziel. Unter B wie Bericht etwa finden sich Reiseberichte von Jacques de Bourges‘ China-Reise 1671 bis zu Melchior Lechters Indien-Tagebuch von 1912. Theodor de Brys America (1596) und frühe Landkarten-Bücher gehen unter C wie Cartografia einen Dialog mit Plakaten der 1920er-Jahre ein. In N wie Nationen ordnen barocke Spielkarten, frühe Trachtenbücher und Bilderbögen die Welt nach regionalen Typen. Wie sich Reisen mit Verkehrsmitteln verknüpft, zeigen grafische und fotografische Werke rund um D wie Dampfschiff oder E wie Eisenbahn. Fragen des Stils wiederum werden unter K wie Koffer und M wie Mode beantwortet. Im T wie Tourismus fangen Reiseplakate von 1880 bis heute Sehnsuchtsmotive ein. Erfundene Reisen von Münchhausen bis Jules Verne stehen im Blickpunkt von I wie Imagination, während V wie Virtuell mit Reisebildern für Diaskop, Stereoskop und Diorama die Vorläufer des Virtual Travel vorstellt.

Historischer Stich des Gartens von Versailles

Der Garten von Versailles bei Paris war schon in den Anfängen des Reisens ein Traumziel.

INFO: www.smb.museum/ausstellungen/detail/abc-des-reisens.html

TIPP-LITERATUR: Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Magalog – eine Katalogpublikation im Zeitschriftenformat, inspiriert von Reisemagazinen in solchem Format.

Lesen Sie auch über neuere Gärten in Paris – immer eine Reise wert – in vonREISENundGAERTEN!


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TERMIN-TIPP: Ausstellung „Neue Gärten –

Gartenkunst zwischen Jugendstil und Moderne“


WANN: 
25.2.2018 – 28.5.2018

WAS: Ausstellung und Garten

WO: Berlin – Liebermann Villa am Wannsee

WIE: Das ausgehende 19. Jahrhundert war eine Zeit der Reformideen: Das Reformkleid und das Reformhaus kommen ebenso aus diesen Jahren wie die Reformpädagogik oder das Reformspielzeug. Die unterschiedlichen Reformbewegungen reagierten auf eine tiefgreifende Unzufriedenheit der bürgerlichen Schichten mit der gesellschaftlichen und der politischen Situation im deutschen Kaiserreich.

Auch in der Gartenkunst formierte sich eine Reformbewegung. In Opposition zur bisherigen, von den Ideen des englischen Landschaftsgartens geprägten Praxis, forderten Architekten, Künstler und Landschaftsplaner den Reformgarten. An die Stelle der Imitation von Landschaft mit sich schlängelnden Wegen und anmutigen Gebüschpflanzungen sollte ein streng geometrischer Garten mit durch Hecken definierten Raumeinheiten treten. Für Nutzung und Bepflanzung wurden ganz neue Konzepte entwickelt, die in ganz Europa aufgegriffen wurden.

Kreative Köpfe des Reformgartens waren u.a. die Architekten Josef Maria Olbrich und Peter Behrens, der Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark, und der Gartenarchitekt Erwin Barth, aber auch Künstler wie Leopold von Kalckreuth und Max Liebermann, die ihre Gärten im Sinne der neuen Ideen gestalten ließen und zum Motiv ihrer Kunst machten.

Die Ausstellung „Neue Gärten – Gartenkunst zwischen Jugendstil und Moderne“ in der Liebermann-Villa zeigt die Ursprünge der Gartenreformbewegung und ihre Auswirkung auf die Gartenkunst um 1900. Mit ausgewählten Gemälden, Plänen und Dokumenten macht sie den Liebermann-Garten als herausragendes Beispiel dieser Kunst erkennbar. (Pressettext der Liebermann Villa)

BESONDERES: Neben der Ausstellung in der Villa von Max Liebermann lässt sich auch der restaurierte Garten, der sich direkt am Ufer des Wannsees befindet, besuchen.

INFO:  www.liebermann-villa.de

TIPP-LITERATUR: Das Buch zur Ausstellung mit fundierten Aufsätzen zur Gartenreformbewegung.

Neue Gärten!  Gartenkunst zwischen Jugendstil und Moderne

Hg. von Stefan Schweizer, Martin Faass
Wienand Verlag, 2017
ISBN 978-3-86832-392-4
Buch bestellen via Amazon:


Lesen Sie auch über den Künstlergarten des Maler Joaquin Sorolla mitten in Madrid in vonREISENundGAERTEN!


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TIPP: Vortrag „Green Ireland – Irre Gärtner und ihre tollen Gärten“


WAS:
Vortrag mit Bildern von Daniela David / vonREISENundGAERTEN

WANN: 10.02.2018, 14:00 Uhr

WO:  Königliche Gartenakademie, Altensteinstr. 15a, 14195 Berlin-Dahlem

WIE: Die Iren stehen den Briten im Gartnern in nichts nach. Sie sind Künstler, Herrenhausbesitzer, einfach enthusiastische Pflanzenfreaks oder auch professionelle Landschaftsgartner. Viele sind darin wirklich großartig.

Dank des milden irischen Klimas gedeihen selbst exotische Gewächse in ihren grünen Refugien – sei es der Privatgarten, der mehrere Hektar umfassende herrschaftliche Park oder der mit einer historischen Backsteinmauer eingefasste, größte noch bewirtschaftete „Walled Garden“ Irlands.

In jedem dieser Pflanzenparadiese gilt es mindestens einen Menschen zu entdecken, in dessen Adern „grünes Blut“ fliest. Da ist zum Beispiel der Maler John Brennan, in dessen Skulpturengarten im Cork die unterschiedlichsten Figuren irischer Kunstler zwischen den Pflanzen hervorlugen. Oder der charmante Carl Wright, der einem kargen, windgepeitschten Stück Land im County Clare einen traumhaften Garten abgetrotzt hat, obwohl er dies eigentlich nie im Sinn hatte. Fast unglaublich ist auch die Geschichte der zarten Lorna MacMohan, die seit vier Jahrzehnten fast ganz allein ihren zwei Hektar großen Waldgarten bespielt.

Der Vortrag wird eine visuelle Stippvisite in diese geheimen Garten Irlands. Deren Gärtner sind „toll“, wie sie selbst von sich sagen, deshalb „irre Iren“ – mit ihren tollen Garten. Green Ireland at it’s best!

ANMELDUNG: per mail bei Dr. Vera Buschmann/ Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V.: vera.buschmann@accor.de

 

Kunstwerk im Mill Cove Garden in Cork in Irland

Bunter Hund im Skulpturengarten in Cork.

 

 

 

TIPP: „Collecting in the Clouds: Early 20th Century Plant Discoveries“


WAS:
Ausstellung

WANN: 10.11. 2017 – 02.03.2018

WO: London / RHS Royal Horticultural Society Lindley Library / Großbritannien

WIE: Die Ausstellung erzählt die Geschichte englischer Pflanzensammler in China und Tibet im frühen 20. Jahrhundert. Zu der Zeit gab es auf der Welt noch große Gebiete mit unerforschter Botanik. Die Präsentation widmet sich vier Pflanzenjägern, die vor rund einem Jahrhundert im östlichen Teil des Himalaya unterwegs waren, um neue, noch unbekannte Pflanzen ausfindig zu machen: George Forrest, Reginald Farrer, William Purdom und Frank Kingdon-Ward. Die Schau schildert sowohl ihre Herausforderungen und teils abenteuerlichen Erlebnisse als auch die Bedeutung ihrer Sammelarbeit. Und nicht zuletzt geht es um die Auswirkung ihrer Pflanzenfunde auf unsere Gärten.

INFO:  www.rhs.org.uk/shows-events

Plant specimens being pressed under large rocks at George Forrest’s campsite in the Lichiang Range. Image courtesy Royal Botanic Garden Edinburgh and RHS Libraries.

 

TIPP-LITERATUR: Wer unabhängig von dieser Ausstellung mehr über deutsche Pflanzensammler in fernen Welten der Vergangenheit erfahren möchte, sollte das Buch „Pflanzenjäger“ lesen. Die beiden Autorinnen erzählen dort kenntnisreich von der mühsamen und aufregenden Pflanzensuche bedeutender „Pflanzenpiraten“ vom 17. bis zum 20. Jahrhundert wie Adelbert von Chamisso, Philipp Franz von Siebold und Georg Schweinfurth. Die Botanikfans brachten viele exotische Pflanzen mit, die später in europäischen Gewächshäusern und Wintergärten blühten. So schaffte allein Alexander von Humboldt mehr als 6.000 Pflanzen von Mittel- und Südamerika nach Europa.

Pflanzenjäger: In fernen Welten auf der Suche nach dem Paradies

Kej Hielscher, Renate Hücking
Piper-Verlag, 2007
ISBN 978-3-492-24163-2
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TIPP: „Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes“


WAS:
Ausstellung

WANN: 11.11. 2017 – 14.01.2018

WO: Frankfurt a.M. / Städel Museum / Deutschland

WIE: Die Präsentation widmet sich der naturgeschichtlichen Blumen- und Pflanzendarstellung in Zeichnung und Druckgrafik vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. Maria Sibylla Merian (1647 -1717) – Kupferstecherin, Blumen- und Insektenmalerin, Naturforscherin und Forschungsreisende – steht im Zentrum der Ausstellung. In 2017 ist ihr 300. Todestag. Die begabte Malerin, insbesondere von Schmetterlingen, reiste 1699 nach Surinam. Ein wirkliches Abenteuer zur damaligen Zeit. Später wurde Maria Sibylla Merian, die in Frankfurt geboren wurde, berühmt.

In der Tradition von Florilegien (Blumenbüchern) ausgebildet, entwickelte sich die Maria Sibylla Merian zu einer Naturforscherin, die zunächst der Metamorphose von Raupen und Schmetterlingen und zugleich der Symbiose von Insekten und Pflanzen nachging. Die Ergebnisse ihrer an den Stationen Nürnberg, Amsterdam sowie der niederländischen Kolonie Suriname in Südamerika unternommenen Forschungen publizierte sie nicht nur in Deckfarbenzeichnungen von höchster künstlerischer Qualität, sondern auch in illustrierten Büchern mit Kupferstichen und Radierungen, darunter das zwischen 1702 und 1705 veröffentliche Hauptwerk Metamorphosis insectorum Surinamensium.

Pflanzen- und Blumenkunst
Ausgehend von diesen zentralen Arbeiten verfolgt die Ausstellung anhand von rund 100 Werken von Merian, ihren Vorläufern, Zeitgenossen und Nachfolgern die vielfältigen künstlerischen Ausdruckformen in der Darstellung von Blumen und naturkundlicher Bildthemen. Sie umfasst neben floralen Ornamentstichen etwa von Martin Schongauer, Apotheker- und Kräuterbücher des frühen 16. Jahrhunderts, Pflanzenstudien aus dem Umkreis von Albrecht Dürer, Naturstudien von Georg Flegel und Georg Hoefnagel aus der Zeit um 1600 sowie Florilegien, die Merians Werk unmittelbar vorausgingen. Blumenkompositionen von Barbara Regina Dietzsch und ihrem Umkreis aus dem 18. Jahrhundert sowie einige Beispiele romantischer Blumendarstellungen runden die Präsentation ab. (Pressetext des Veranstalters, Copyright der Bilder wie jeweils angegeben, Copyright vom Beitragsbild: Maria Sibylla Merian: Buschrose mit Miniermotte, Larve und Puppe, 1679, Aquarell auf Pergament, Städel Museum, Frankfurt am Main, © Foto: Städel Museum – U. Edelmann – ARTOTHEK)

INFO: www.smb.museum.com

TIPP-LITERATUR: Zur Ausstellung ist ein ausführlicher Katalog veröffentlicht worden, der voller phantastischer Abbildungen steckt. Die zeigen nicht nur die Blumen von Maria Sibylla Merian, sondern auch von anderen Pflanzenmalern ihrer Zeit, wie etwa die farbenprächtigen Bilder von Johann Walter d.Ä. Besonders gut gefällt mir das Bild von Hans Simon Holtzbecker, welches den Barockgarten des Kaufmanns Caspar Anckelmann in Hamburg um 1669 zeigt. Ein prächtiger Garten mit der Stadt im Hintergrund!
In dem Beitrag von Anne Schattmann, einer von vielen interessanten Artikeln im Katalog zum Thema Blumen- und Pflanzenbilder, erfuhr ich, dass der Garten verrückte Kaufmann am Ende Pleite ging. Er suchte das Weite und sein grünes Paradies wurde daraufhin versteigert. Ende des 18. Jahrhunderts verschwand der Garten ganz. Nur in seiner wunderbaren Abbildung, die sowohl in der Ausstellung als auch im Katalog zu sehen ist, lebt dieser Hortus fort.

Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes
Hg. von Michael Roth u.a.
Hirmer-Verlag, 2017
ISBN 978-3-7774-2787-4
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Lesen Sie auch das Interview mit der Blumenkünstlerin des 21. Jahrhunderts: Rebecca Louise Law.


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