BUCH-TIPP: Berlins geheime Gärten

Regelmäßige Berlin-Besucher und Garten- und Parkliebhaber aus Berlin selbst Berlins geheime Gärten - ein neuer Gartenführerkennen natürlich den Tiergarten mitten in der Hauptstadt. Doch wer hat schon einmal den kleinen, feinen Rosengarten in dem großen Landschaftspark Tiergarten besucht? Oder den Steppengarten dort? Übrigens ein gutes Beispiel für den „New German Style“ in der Berliner Gartenlandschaft – mit naturnaher Staudenbepflanzung und schönen Gräsern. Diese „Gärten im Garten“ wollen erst einmal ausfindig gemacht werden.

Solch unentdeckte Garten- und Parkjuwelen in Berlin aufzuspüren, das hat sich die Autorin des neuen Berliner Gartenführers zur Aufgabe gemacht. Voraussetzung: Sie müssen für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Herausgekommen ist eine Sammlung von 60 sehr, sehr unterschiedlichen grünen Orten.

Dazu zählen auch Gemeinschaftsgärten, wie auf dem Tempelhofer Feld oder der Prinzessinnengarten in Kreuzberg, die beide eigentlich nicht mehr so geheim sind, aber auch wenig bekannte wie das „Himmelbeet“ im Wedding. Mit dabei sind auch exotisch anmutende Gärten, darunter der Park des buddhistischen Hauses in Frohnau, wo sich ein buddhistisches Kloster befindet und Buddha-Figuren mitten zwischen den Pflanzen stehen, als würden sie meditieren.

Vorgestellt werden ebenso vertikale Gärten und Dachgärten. Da grünt und blüht es auf den Dächern der ehemaligen UFA-Fabrik in Tempelhof. Sogar auch ein Arboretum ist dabei, eine Ansammlung seltener Bäume. Und das alles im Stadtgebiet von Berlin.

Die vorgestellten Gärten sind kurz auf zwei bis vier Seiten beschrieben und im Buch nach den Berliner Bezirken geordnet. Ein U- und S-Bahn-Plan erleichtert die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Kleine Kartenausschnitte mit handgeschriebenem individuellen Schriftbild helfen bei der Orientierung. Der Buchumschlag erweist sich robust und zum Ausklappen.

Schön ist, dass die Fotos neueren Datums sind, was ja in Publikationen über Gärten nicht immer selbstverständlich ist. Denn diese Frühlings- und Sommerbilder stammen nicht aus anonymen Fotostocks, sondern von der Autorin selbst. Ihr ist es gelungen, mit ein paar Bildern die Stimmung in den einzelnen Gärten einfangen.

Viel Platz bleibt nicht, um zum Beispiel auf einzelne Pflanzen einzugehen. Dennoch kann der Leser auf Raritäten stoßen, wie etwa auf das Hebammenkraut „Osterluzei“, das im philosophischen Comenius-Garten in Rixdorf wächst. Mit Pflanzen kennt sich die Autorin aus, arbeitet Susanne Gatz doch seit vielen Jahren als Heilpraktikerin, spezialisiert auf die Chinesische Heilkunde. Da sind gute Pflanzenkenntnisse Voraussetzung.

Beim Lesen des Buches entsteht unweigerlich die Idee: Warum sich jetzt also nicht einfach sofort aufmachen und die geheimen Gärten in Berlin besuchen? Sie wollen entdeckt werden! „Berlins geheime Gärten“ ist dabei ein praktischer Helfer. Klein und leicht passt das Büchlein in jede Tasche.

Fazit: Der kleine Gartenführer ist ideal für Hauptstädter, die schon viele Gärten kennen, für gartenbegeisterte Berlin-Besucher, außerdem für jene, die abseits der üblichen Gartenpfade neues Grün entdecken wollen – oder einfach für jeden, der schöne Gärten besuchen möchte, ob geheim oder nicht.

 

Berlins geheime Gärten – Die 60 schönsten grünen Oasen

Susanne Gatz (Text & Fotos)
Jaron Verlag, 2017
ISBN 978-3-89773-425-8

Buch bestellen via Amazon:

LESEN SIE AUCH über die Öko-Gartenschau in Tulln in Niederösterreich in vonREISENundGAERTEN!


UNSER NEWSLETTER FÜR SIE!
Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter und erhalten Sie die neuesten Blogbeiträge. Abbestellung jederzeit möglich. E-Mail-Adressen werden nicht an Dritte weitergegeben.


 

Please share and tweet our posts! - Bitte teilen und tweeten Sie unsere Beiträge!

Kommentare sind geschlossen